Willkommen bei den Zahnärzten in der Bahnhofstraße 27, Coburg.
Zähne
Praxis
Willkommen bei den Zahnärzten in der Bahnhofstraße 27, Coburg.
Ein paar Beispiele:
Die LĂŒcke, die ein zerstörter Zahn hinterlĂ€sst, kann zweifelsohne mit
einer BrĂŒcke geschlossen werden.
Eine BrĂŒcke steht auf Pfeilern. Und
weil diese zunĂ€chst fĂŒr die Aufnahme von zwei Pfeilerkronen beschliffen
werden mĂŒssen, wĂ€re eine solche Behandlung zwar angemessen, aber nicht
minimalinvasiv.
Beispiel 1
Der Fall der jungen MĂŒnchnerin, welche auf der Heimfahrt mit dem
Fahrrad beim Blick nach hinten mit einem Pfahl kollidierte und sich
dabei die Frontzahnkrone samt Wurzel frakturierte, mag beispielhaft fĂŒr
solche Lösungen sein.
Der Behandlungsablauf soll anhand einer Bildserie dargestellt werden.
Bild 1a zeigt den zerstörten Eckzahn, 1b das Röntgenbild der
frakturierten Wurzel. Der tiefe Zahnfleischriss ist ebenfalls sichtbar.
Abb. 1a
Abb. 1b
Abbildung 2 zeigt die Situation nach schonender chirurgischer
Extraktion der Wurzelanteile und Einpassung eines schraubenförmigen
Implantates. Deutlich sichtbar wird, dass das Implantat insgesamt
schmaler ist als der ursprĂŒngliche Knochendefekt. Es mussten also
andernorts KnochenspĂ€ne entnommen werden, um den Spalt zu fĂŒllen (siehe
Abb. 3).
Abb. 2
Abb. 3
Auf Abbildung 4a ist zu erkennen, wie der Defekt sodann mit einer
Membrane, welche sich nach sechs Monaten selbst auflöst, abgedeckt
wurde. Die Abdeckung mittels Membrane soll zweierlei verhindern:
Einerseits die Infektion des transplantierten Knochenmaterials,
andererseits eine vorzeitige Resorption des verpflanzten Knochens.
Abb. 4a
Abb. 4b
Abb. 4c
Die Röntgenbilder zeigen auf 4b den Zustand unmittelbar nach
Implantation und Transplantation, auf 4c die vorlÀufige Einheilung und
Umwandlung des Transferknochens in lebendigen Knochen (nach drei
Monaten ist dieser Prozess nur partiell abgeschlossen). Die Festigkeit
des Implantates nach drei Monaten ist jedoch bereits deutlich höher als
die der NachbarzÀhne.
Abbildung 5a zeigt die Situation Ă€uĂerlich (das sogenannte klinische
Bild) nach Implantation, Knochentransfer und Membranabdeckung,
Abbildung 5b die achsengerechte Lage des Implantates in der
Ganzkieferpanoramaschichtaufnahme.
Abb. 5a
Abb. 5b
Die Schleimhautsituation unter leichter Narbenbildung sowie die
entzĂŒndungsfreie Durchtrittstelle zur Aufnahme des spĂ€teren
Implantataufbaus sind in Abbildung 6 zu erkennen.
Abb. 6
Abbildung 7: Die gleiche Situation nach Aufschrauben des Kronenaufbaus
aus Vollkeramik in völlig entzĂŒndungsfreier Umgebung. Im Gegensatz zu
einem Metallaufbau verhÀlt sich der Keramikaufbau absolut
entzĂŒndungstolerant auf die Schleimhautumgebung.
Abb. 7
Abbildung 8 zeigt die Endversorgung mit einer vollkeramischen Krone.
Das Àsthetische Ergebnis ist so,
dass sich die Krone in Form und Farbe
der natĂŒrlichen Umgebung vollstĂ€ndig angepasst hat. Das heiĂt,
die
Implantatlösung ist von einem natĂŒrlichen Zahn auf Dauer nicht zu
unterscheiden.
Abb. 8
Was wÀre von der konventionellen Lösung zu erwarten gewesen?
Unter dem BrĂŒckenglied ohne Zahnwurzel hĂ€tte sich der Knochen im Laufe
der Jahre zurĂŒckentwickelt, was sich beim Lachen als âunechtâ gezeigt
hĂ€tte. Insofern ist dieser Behandlungsansatz ein typisches Beispiel fĂŒr
minimalinvasive Zahnheilkunde.
Minimalinvasiv heiĂt auch, der Natur dann noch eine Chance zu geben,
wenn es â anders als im vorigen Fall â möglich erscheint, ein Implantat
mit all seinen VorzĂŒgen noch einmal zu vermeiden und einen natĂŒrlichen
Zahn, welcher auf Grund schwerer Parodontose schon âzangenreifâ
erscheint, gewissermaĂen zu heilen.
Beispiel 2
Abbildung 1a (weiĂer Kasten, entspricht Abb. 1b) zeigt eine Region im
oberen linken Molarenfeld, wo zwei ZÀhne, insbesondere der endstÀndige
Zahn, eine massive Parodontose aufweisen, einhergehend mit
weitreichender Zerstörung des ehemals zahntragenden Knochens.
Abb. 1a
Abb. 1b
Abbildung 2 zeigt diese Situation nach Aufklappung der
Schleimhautanteile. Es wird deutlich, wie entzĂŒndliches Bindegewebe den
ehemaligen Knochen weitrÀumig verdrÀngt hat. Die Situation nach
sorgfÀltiger Entfernung des Bindegewebes und vorangegangener penibler
Reinigung der WurzeloberflÀche unter der Lupenbrille ist in Abbildung 3
zu erkennen.
Abb. 2
Abb. 3
Sodann in Abbildung 4, analog zum ersten Fall, Abdeckung mit
Entnahmeknochen, wobei zuvor die WurzeloberflÀchen mit einem
Schmelz-Matrix-Protein bestrichen wurden. Abermals Infektions- und
Resorptionsschutz mittels einer resorbierbaren Membrane (Abb. 5).
Abb. 4
Abb. 5
Abbildung 6 zeigt die Situation nach Nahtverschluss. In der
Kontrollaufnahme (einen Monat spÀter, Abb. 7) zeigt sich, dass ein Teil
des Knochenregenerates dennoch verloren ging. Ein dadurch notwendiger
zweiter Eingriff ist durchaus ĂŒblich (siehe Abb. 8 und 9).
Abb. 6
Abb. 7
Abb. 8
Abb. 9
In den nÀchsten drei Röntgenaufnahmen wird dennoch sichtbar, dass mit
dieser aufwÀndigen Technik eine allmÀhliche Konsolidierung, d. h. der
schrittweise Umbau von verpflanztem in lebendigen natĂŒrlichen Knochen,
durchaus gelungen war.
Abb. 1b
Abb. 10
Abb. 11
Fazit:
In einem Zeitraum von vier bis sechs Monaten können bei idealen
Voraussetzungen seitens der Gesundheit und Abwehrlage des Patienten
solche Ergebnisse durchaus erzielt werden. Ein ehemals schmerzender,
lockerer Zahn wurde wieder fest und kaufunktionell voll belastbar.
Minimalinvasiv bedeutet in diesem Falle: Die Implantatlösung konnte
vermieden werden. Die Reparatur geschah unter weitgehender Schonung
dessen, was wir die âbiologische Substanzâ nennen.
Beispiel 3 â Defektdeckung in der Parodontologie
SchlĂŒsselbegriffe:
a) gingivale Architektur
b) befestigte Gingiva und Alveolarmukosa
Abb. 1
Auf Bild 1 sehen Sie das typische Bild einer Gingivarezession an einem
linken oberen Eckzahn.
Der Entstehungsprozess ist meistens auf wenige
Ursachen zurĂŒckzufĂŒhren: UnregelmĂ€Ăiges ZĂ€hneputzen mit anschlieĂender
Plaque-anlagerung (dazu genĂŒgen 24 Stunden durchaus) wird durch
falsches ZÀhneputzen (ZÀhne schrubben statt ZÀhne putzen) mit womöglich
zu harter ZahnbĂŒrste âkompensiertâ. Dies fĂŒhrt besonders bei EckzĂ€hnen
wegen ihrer prominenten AuĂenlage zu diesem unschönen Bild.
In einem gesunden Gebiss verlÀuft der Zahnfleischsaum zwar
girlandenförmig aber dennoch in gleicher Höhe um die KronenrÀnder. Den
hier gezeigten rezessionsbedingten ungleichmĂ€Ăigen Verlauf der
ZahnfleischrÀnder empfindet auch der Laie als unschön. Der Fachmann
spricht von einer gestörten gingivalen Architektur.
Aber â es ist zu
betonen â dass ein Rezessionsdefekt mehr als nur einen kosmetischen
Mangel darstellt.
Betrachten wir Bild 1 nĂ€her, so erkennen wir, dass âZahnfleischâ nicht
ein homogenes Gewebe, sondern zwei völlig unterschiedliche Gewebearten
darstellt; als gingiva propria bzw. attached gingiva (diese beiden
Begriffe sind synonym) und Alveolarmukosa oder bewegliche Gingiva
(ebenfalls synonym) bezeichnet. FĂŒr das VerstĂ€ndnis, warum ZĂ€hne
funktionieren, ist dies enorm wichtig.
Lassen Sie uns etwas ausholen: Haare, Augen, ja selbst FingernÀgel sind
biologisch gesehen Teile des Ektoderms und entwicklungsgeschichtlich
Teile der Haut. Also jenes Organs, welches 20 Prozent unseres
Körpergewichts ausmacht und die wichtigste Barriere zwischen innen und
auĂen darstellt. Somit ein Organ ohne das wir gar nicht lebensfĂ€hig
wÀren. Denken Sie nur an die Konsequenz schwerer Verbrennungen, wo ab
einem bestimmten Ausmaà der tödliche Verlauf vorgegeben ist.
Medizinisch bezeichnen wir dieses PhÀnomen der Aufrechterhaltung von
AuĂen-Innen mit dem Begriff der ektodermalen IntegritĂ€t. ZĂ€hne haben
hierbei eine Sonderstellung. Im Gegensatz zu Haaren, Augen und
FingernÀgeln, welche in Wahrheit Sonderformen der Haut darstellen, sind
ZÀhne das einzige Organ, wo ein Festkörper die Haut durchbricht. Um
sicher zu stellen, dass der Durchtrittsort nicht gleichermaĂen
Infektionsort ist, hat sich die Natur zur Lösung dieses Problems
einiges einfallen lassen. In der speziellen Struktur der attached
gingiva finden sich mikroskopisch gesehen jene Elemente, die wir auch
makroskopisch im sogenannten Waldeyerschen Rachenring (Zungen-, Rachen-
und Gaumenmandeln) wieder finden.
Auf Bild 1 können Sie den Verlauf der attached gingiva um den
Wurzelbereich erkennen. Dieses Gewebe ist blassrosa mit zarter
OrangenschalentĂŒpfelung. DarĂŒber finden Sie die Alveolarmukosa, welche
beweglich ist und an der feine KapillargefĂ€Ăe durchschimmern. Dieses
Gewebe (beweglich und mit KapillargefĂ€Ăen) weist nicht mehr die vorher
beschriebene Dichtfunktion auf. Dies ist insofern wichtig, als klar zu
erkennen ist (Bild 1), dass am oberen Rand das eigentliche Dichtgewebe
nur noch eine RandstÀrke von 1 Millimeter aufweist, gepaart mit einer
leichten Schwellung und kurz davor steht, âeinzubrechenâ. Somit bestand
die Aufgabe darin, den Defekt nicht nur mit Zahnfleisch, sondern mit
ganz bestimmtem Zahnfleisch abzudecken, damit eine dauerhafte
Infektionssicherung dieses Zahnes gewÀhrleistet ist.
Dazu gibt es zwei Techniken:
a) den Verschiebelappen
b) das freie Schleimhauttransplantat
Der Verschiebelappen ist chirurgisch relativ einfach bewerkstelligt:
Wenn oberhalb des Defektes noch genĂŒgend befestigtes Zahnfleisch
vorhanden ist, wird dieses mittels keilförmiger SchnittfĂŒhrung ĂŒber den
Defekt geschoben und wieder vernÀht. Diese Technik ist einfach und hat
eine sehr gute Prognose, weil das nach unten verschobene
Schleimhauttransplantat gut gefĂ€Ăversorgt ist und aufgrund dessen
relativ leicht einheilt.
Im vorliegenden Fall jedoch wÀre es wenig sinnvoll gewesen, die weniger
gut dichtende Alveolarmukosa nach unten zu verschieben. Deswegen musste
befestigte Gingiva andernorts entnommen werden, um am Defekt verpflanzt
zu werden. Entnahmeort war der harte Gaumen. In dieser Region findet
sich befestigte Gingiva in FĂŒlle. Es muss auch nur der obere Teil der
Gaumenhaut entnommen werden, sodass der Gaumenknochen bedeckt bleibt.
Die Schwierigkeit besteht darin zu verhindern, dass das entnommene
GaumenstĂŒck nicht abstirbt, sondern zuverlĂ€ssig mit der Umgebung
verwĂ€chst. Um dies zu bewerkstelligen, wird ein groĂer Teil der
Gaumenhaut unter die Randzonen des Defektes geschoben; nicht auf den
Knochen, sondern in den Spalt des umliegenden Gewebes. Der Spalt wurde
vorher durch vorsichtige Tunnelierung mit dem Skalpell geschaffen. In
der Einheilungsphase, zur Nekrosevermeidung, wird medikamentös fĂŒr
hohen Stoffwechselumsatz gesorgt. Dies geschieht in Form von PRP
(plÀttchenreichem Plasmakonzentrat) und feindosiertem Einsatz von
Trichlor-essigsÀure.
Weitere Feinheiten dieser Methode werden Fachkollegen im Rahmen
implantologischer Fortbildung nach vorheriger Terminabsprache gerne
gezeigt.
Nach unserem DafĂŒrhalten ist diese Technik erfolgversprechend und
dauerhaft, wenn patientenseitig die Grundvoraussetzungen gegeben sind.
Bei Rauchern beispielsweise raten wir von dieser Methode ab.
Die Bilder 2 (nach Nahtversorgung), 3 und 4 (acht Monate danach) erlÀutern den klinischen Heilungsverlauf.
Abb. 2
Abb. 3
Abb. 4
Beispiel 4 â Endodontie (WurzelfĂŒllungen) versus Implantologie
Minimalinvasiv heiĂt hier: Immer die Therapie wĂ€hlen, welche der Situation angemessen ist und nicht darĂŒber hinaus gehen.
Ăber die spektakulĂ€ren Erfolge, die mit implantologischen Lösungen
möglich sind, sollte das Ă€ltere Feld der WurzelfĂŒllungen nicht
vernachlÀssigt werden. In diesem Zusammenhang wird ZahnÀrzten allgemein
der Vorwurf gemacht, sie wĂŒrden zu schnell extrahieren um spĂ€ter
implantieren zu können.
Dazu gilt:
Es bedarf schon eines gewissen Fachwissens, um zuverlÀssig einschÀtzen
zu können, wann eine WurzelfĂŒllung Aussicht auf Erfolg hat oder das
Risiko zu hoch ist. Im Idealfall ist der versierte Implantologe
(Spezialist fĂŒr Implantate) ein ebenso guter Endodontologe (Spezialist
fĂŒr WurzelfĂŒllungen). Denn nur bei ErfĂŒllung dieser Voraussetzungen
kann sich der Patient sicher sein, dass er/sie nach MaĂgabe der idealen
Behandlung nicht Opfer einer beruflichen Neigung wird. Ein ernst zu
nehmendes Problem, denn professionelle Neigungen können der idealen
Therapiewahl schon im Wege stehen. Es heiĂt nicht umsonst: Wer als
einziges Werkzeug den Hammer kennt, fĂŒr den sieht die ganze Welt wie
ein Nagel aus.
ZurĂŒck zum Thema:
Nicht nur die Implantologie hat in den letzten Jahren eine rasante
Entwicklung erfahren, sondern ebenso sehr die Endodontie. Die
Schwierigkeit der WurzelfĂŒllung besteht darin, nicht nur gerade,
sondern vielfÀltig gebogene WurzelkanÀle zuverlÀssig und erfolgreich
auszurÀumen. Von besonderer Wichtigkeit ist dies, wenn die Zahnpulpa im
Sinne einer GangrÀn infiziert ist.
Die Werkstoffkunde der Kanalinstrumente hat hierbei groĂe Fortschritte
gezeitigt. Das Problem âbrechender Nadelnâ bei engen KrĂŒmmungsradien
wurde durch die heute gebrÀuchlichen Nickel-Titan-Legierungen erheblich
gemindert.
Fazit:
Die Indikation (Anzeige) fĂŒr WurzelfĂŒllungen ist allgemein breiter
geworden, ebenso die Erfolgsprognose. WurzelfĂŒllungen waren immer schon
ein Teil der Vertragsleistungen zwischen ZahnÀrzten und Krankenkassen,
wobei die Indikation nach Kriterien der wirtschaftlichen
Behandlungsweise neuerdings eingeschrÀnkt wurde.
FĂŒr den Patienten bedeutet dies Folgendes: Er muss sich damit
auseinander setzen, dass einige endodontische Leistungen einerseits als
nicht mehr vertragsgerecht, d. h. ohne KostenĂŒbernahme gelten,
andererseits aber bei erhöhtem Aufwand â das Spektrum moderner
Endodontie nĂŒtzend â durchaus erfolgstrĂ€chtig sind.
In solchen FÀllen erleichtern wir den Patienten die Entscheidung durch GewÀhrleistung einer Garantie.
Letztendlich noch erwÀhnenswert wÀre die Technik der
Wurzelspitzenresektion. Hierbei handelt es sich um eine endodontische
Behandlung mit einer chirurgischen Variante. Das oftmals schwer
bakteriendicht abzufĂŒllende Ende der Wurzelspitze wird hierbei
chirurgisch gekappt und zusĂ€tzlich âvon obenâ verschlossen.
ZunÀchst zwei Beispiele:
a.) WurzelfĂŒllung
Unter einer BrĂŒcke (zweiter vorderer Backenzahn bis zweiter Backenzahn)
ist der erste Pfeiler (zweiter vorderer Backenzahn) infiziert. Die
Infektion (Abb. 1) hat den zahntragenden Knochen am Wurzelspitzenende
bereits aufgelöst.
Abb. 1
Nur durch WurzelfĂŒllung ohne chirurgischen Eingriff konnte die
EntzĂŒndung vollkommen ausheilen (Abb. 2).
Im weiteren Verlauf wird die
Region des vormaligen BrĂŒckengliedes durch Implantate ersetzt werden.
Abb. 2
b.) Wurzelspitzenresektion
Eine groĂflĂ€chige Zyste (Abb. 1) wird röntgenologisch nach FĂŒllung durch ein Kontrastmittel dargestellt.
Abb. 1
Die Wurzelspitzenresektion des ersten Schneidezahns sowie des Eckzahnes
erfolgte im September dieses Jahres. Die Kontrollaufnahme (Abb. 2)
zeigt zusÀtzlich, dass auch der zahntragende Knochen zwischen den
SchneidezĂ€hnen entzĂŒndungs-bedingt eingeschmolzen war.
Abb. 2
Auf Bild 3 wird deutlich, wie die knöcherne Regeneration binnen drei
Monaten nach den Wurzelspitzenresektionen voranschreitet. Nach weiteren
drei Monaten ist eine völlige Ausheilung zu erwarten.
Abb. 3
Beispiel 5 â Ăsthetik
a.) unsichtbare Kronen
Noch vor wenigen Jahren hÀtten die meisten Patienten auf die Frage, ob
man eine Krone (Porzellan oder Kunststoff) als solche immer erkennen
könne, im Sinne einer Bejahung geantwortet. Dies trifft in der Ăra
vollkeramischer Kronen nicht mehr zu.
Das grundsÀtzliche Problem keramisch- oder kunststoffverblendeter
Metallkronen war das Problem der âverputzten Wandâ. Dies besagt, eine
natĂŒrliche Zahnkrone ist immer (mehr oder weniger ) transparent. Denken
Sie an eine Naturperle.
Will man eine Metallkrone âemaillierenâ, so muss zuvor die
Metallschicht mit weiĂem lichtundurchlĂ€ssigen Opaker bemalt werden. Die
Keramikschicht wird ebenfalls bemalt, aber es bleibt das grundsÀtzliche
Problem der LichtundurchlĂ€ssigkeit gegenĂŒber dem lichtdurchlĂ€ssigen
Naturzahn.
Das Licht der kĂŒnstlichen metallkeramischen Krone wird nach dem
Tageslicht (5600 Kelvin) ausgewÀhlt. Hierdurch erklÀrt sich, warum
diese Kronen bei Kunstlicht, beispielsweise Diskothekenbeleuchtung, ein
Ă€sthetisch unerwĂŒnschtes Eigen-leuchten zeigen. Ein guter Zahntechniker
schichtet acht, manchmal zehn unterschiedliche WeiĂfarben. Des Weiteren
ist eine Zahnkrone nie völlig glatt, sondern weist individuelle Rillen
und Kerben auf, welche durch spezifische Lichtbrechungen die Endfarbe
zusĂ€tzlich beeinflussen. Man spricht von der PrimĂ€rstruktur (Ă€uĂere
Form der Krone) und der SekundÀrstruktur (individuelle
Rillengestaltung).
Wenn all diese Komponenten exakt zusammen passen, ist eine
vollkeramische Krone von der natĂŒrlichen Zahnkrone nicht mehr zu
unterscheiden. Die Abbildungen 1 und 2 mögen dies verdeutlichen.
Abb. 1
Abb. 2
b.) Veneers
Eine substanzschonende Form (erneut der Aspekt minimalinvasiver Therapie) stellen Veneers dar.
Der vorliegende Fall zeigt das Beispiel einer damals 55-jÀhrigen
Patientin, bei der Schmelzabsplitterungen und teilweise entblöĂte
Wurzeln mit schwarzen Dreiecken und alten FĂŒllungen ein Ă€sthetisch
unschönes Bild ergaben. (Abb. 1)
Abb. 1
In diesem Beispielfalle brauchten
die ZĂ€hne nicht ĂŒberkront zu werden. Durch das Abtragen einer nur 1,2
Millimeter dĂŒnnen Schmelzschicht und dem Einsatz von Haftschalen
(Veneers) als substanzschonende MaĂnahme konnte ein dauerhaft
kosmetisch befriedigendes Ergebnis erzielt werden. Man beachte den
reizlosen und entzĂŒndungsfreien Ăbergang zum Zahnfleisch. (Abb. 2)
Abb.2
Es zeigt sich, dass Keramik im Gegensatz zu Metallen hinsichtlich der Gewebefreundlichkeit prinzipiell
ĂŒberlegen ist.
Weitere Fallbeispiele finden Sie unter dem MenĂŒpunkt âPatienteninfoâ.