Pat.:W.K.,Jg. 1940,  Extremer Risikopatient, 2-mal wöchentliche Dialyse,Wundhlg.

Ausgangsbefund, Mai 2016

Teleskop 23, grüne Pfeile, erweiterter Periodontalspalt wg. Inadäquatem Kronen/Wurzelverhältnis. Dennoch gute Prognose nach sofortiger Unterfütterung.

Gelockertes Implantat 45, rote Pfeile. Bindegewebig umschieden.(nicht erhaltungswürdig)

Insgesamt 6 entzündete Wurzelreste, blauen Pfeile, in der zur Implantation vorgesehenen interforaminalen Region.

Befund, Juli 2016

Die roten Pfeile zeigen die beginnende knöcherne Konsolidierung der ehemaligen Implantatregion 45.

Die 4 Implantate wurden zwei Monate nach Entfernung der Wurzelreste gesetzt. So lange brauchte die interforaminale Region um sich zu erholen. In der Regel zeigt sich dies daran, dass das Tegument sich über dem Knochen verschließt. Beim Präparieren des Implantatbettes zeigte sich eine vergleichsweise geringe Blutung, was als ungünstig einzuschätzen ist.

Befund, September 2016

Grüne Pfeile. Die sofortige Unterfütterung vom Mai 2016 war erfolgreich, insofern als dass Zahn 23 wieder fester und der Periodontalspalt enger wurde (Vitalität positiv).

Rote Pfeile. Der Knochen im Bereich des ehemaligen Implantates ist fast ausgereift. Der Steg über den Implantaten ist passgenau (ohne Spalte) und spannungsfrei.

Das Wort hat der Patient:

Ich wollte schlicht und ergreifend wieder normal kauen können, um ungeachtet meiner Nierenerkrankung wieder etwas mehr Lebensqualität zu haben. Außerdem erhoffte ich mir mit ausgewogener Ernährung meine gesundheitliche Situation insgesamt zu verbessern. Prof. Takacs gab mir anfänglich bewusst keine Versprechen, sondern meinte, er müsse mich zuerst nach der Entfernung der Wurzelreste als Wundheiler kennen lernen. Diese verlief mit ziemlich vielen blauen Flecken anfänglich gar nicht gut. Das hat den Prof. nicht weiter gestört, im Gegenteil, er meinte er habe daraus für die spätere Implantation „gelernt“. Dem war dann auch so. Mit neuem Medikamentencocktail war die Implantation im Nachhinein fast beschwerdefrei. Als ich bei der Dialyse vom Vorhaben der Implantation berichtete, sagten die nichts und hoben nur die Augenbrauen.  Ich habe trotz aller überstandenen Schwierigkeiten den Eindruck, dass Prof. Takacs kein kühner Draufgänger ist, sondern eher ein sehr erfahrener Behandler, der genau weiß, was er tut. Bin ihm sehr dankbar.